Wir
informieren Sie über
Tetanus
Tetanus zu Deutsch Wundstarrkrampf –
Infektion mit Bakterium Clostridium tetani – eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten,
deren Letalität (Sterblichkeit im Falle einer Infektion) bis zu 50% beträgt!!
Die Verbreitung des Erregers ist sehr
ausgedehnt. Er ist nicht nur im Erdboden zu finden auf der ganzen Welt, wo er
ausgezeichnete Überlebensmöglichkeiten findet, sondern auch auf vielen
Nahrungsmitteln und nicht desinfizierten Flächen. Die Infektion mit dem Erreger
kann also nach jeder, selbst kleinster Verletzung der Haut entstehen. Für eine
Tetanusinfektion sind alle Altersstufen gleich anfällig.
Den besten Schutz vor der Infektion gibt die vollständig durchgeführte Impfung.
Über
die Krankheit:
Charakteristisch für den Wundstarrkrampf ist die immer und überall drohende Gefahr - es gibt praktisch kein tetanusfreies Gebiet der Welt. In Kalk-, Lehm-, Lößboden und bei intensiverer landwirtschaftlicher Nutzung ist die Ausbreitung größer als in Sandböden. In den feuchten und tropischen Zonen ist die Gefahr am Größten. In Deutschland erkranken jährlich etwa 10 bis 15 Menschen an Tetanus – davon die Hälfte (52%) tödlich.
Jede, selbst kleinste Bagatellverletzung kann zum Tetanus führen. Die nicht
ärztlich versorgten kleinsten Schürf- und Schnitt-wunden sind verantwortlich
für etwa die Hälfte aller Tetanuserkrankungen.
Die tödliche Krankheit verläuft mit tonischen und klonischen Krämpfen
der Muskulatur. Verändertes Gesicht (Risus sardonicus), Augenmerkmale (Opisthotonus),
Streckkrämpfe der Extremitäten, des Rumpfes und Zwerchfells sind nur einige
Symptome der Krankheit. Lichtscheue und Überreizung sind beschrieben und weit
bekannt. Das Tetanospasmin blockiert die
Nervenendplatten so, dass hemmende Impulse ausbleiben und ein Zustand der
ständigen Übererregbarkeit daraus resultiert. Es kommt zu Atemstörungen,
Aspirationen, Frakturen und Muskelläsionen
(Einrisse).
Die Prognose der Behandlung vor allem bei Kindern und Jugendlichen ist
zwar günstig, bei älteren Menschen aber sind die Behandlungsmöglichkeiten sehr
eingeschränkt und alle therapeutischen Anstrengungen enden in 50-60%
tödlich.
Die
Impfung:
wird
als aktive Schutzimpfung durchgeführt:
-
Grundimmunisierung –
besteht aus 3 Einzelimpfungen – die
Erstdosis am Impftag (auch Verletzungstag),
Zweitdosis nach 6 bis 8 Wochen und
Drittdosis
nach 6 bis 8 Monaten (die Empfehlungen und Zeitabstände werden
häufig verifiziert und vom Hersteller des Impfstoffes immer neu festgelegt).
-
Auffrischimpfung –
sollte nach abgeschlossener Grundimmunisierung regelmäßig alle 5 – 10 Jahre
durchgeführt werden. Im Falle einer Verletzung ist eine Auffrischung bereits
nach 5 Jahren indiziert. Außerdem besteht die Indikation zur Auffrischimpfung
vor Reisen ins Ausland.
-
Simultanimpfung – bei
einem Verletzungsfall (eine Behandlung mit dem Impfstoff - Erstdosis - und
fremdgewonnenen, menschlichen Antikörpern – Immunglobulin).
Wird durchgeführt bei nicht geimpften Personen, bei fehlendem Impfnachweis und
in allen Zweifelsfällen.
Über
die Infektion:
Der Wundstarrkrampf wird durch unter
anaeroben Bedingungen gebildete Toxin des Clostridium tetani – Tetanospasmin – hervorgerufen. Durch die Impfung wird ein
Antitoxin erzeugt, der im Falle einer Infektion, das Tetanustoxin
bindet, bevor dieses die
toxischen Wirkungen an den Neuronen des Zentralen Nerven Systems
(ZNS)
entfaltet. Kommt es zur Bindung des Tetanustoxins mit
Neuronen, kann dessen Wirkung selbst
durch Gabe von Antikörpern nicht mehr aufgehoben werden.
Über
den Impfstoff:
Das
Tetanustoxin lässt sich durch Behandlung mit Formalin
(Detoxifizierung) und anschließender Reinigung in ein
ungiftiges, jedoch gut als Antigen wirksames Toxoid
umwandeln.
Gegenanzeigen:
bestehen
nur für:
1.
Personen, die innerhalb des letzen Jahres eine Grund- oder Auffrischimpfung
erhalten haben,
2.
Personen mit bekannten Überempfindlichkeitserscheinungen (äußerst selten),
3.
Personen mit akuten Krankheitssymptomen, soweit sich um prophylaktische Impfung
handelt.
Nebenwirkungen:
In
Allgemeinen gilt:
1.
die
Nebenwirkungen treten selten auf und verlaufen meistens harmlos,
2.
die
Häufigkeit der Beschwerden steigt mit zunehmenden Alter – bei den Kindern sind
kaum Reaktionen zu erwarten,
3.
Personen
mit lokalen Beschwerden haben häufig gute Impfreaktion,
4.
Bei
Frauen treten lokale Reaktionen häufiger als bei Männern auf.
Falls
Sie weitere Fragen haben – sprechen Sie uns an.
Denken
Sie aber daran – bester Schutz ist die Impfung!
Praxis Roman Krużycki, Chirurg, Durchgangarzt, Sportmedizin,
Chirotherapie
58256 Ennepetal,
Königsberger Str. 66,
www.praxis-kruzycki.de
Tel.02333/75856
© 2003/2008