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informieren Sie über
Thrombose
– gefährliche Blutpfropfen
Thrombose (aus dem Griechischen) bedeutet Blutgerinnung.
Gemeint ist die Blutpfropfbildung, das
heißt, Gerinnung von Blut innerhalb von Gefäßen (sowohl Venen als auch
Arterien) zu Lebzeiten. Sie kann
grundsätzlich in allen Körpervenen entstehen.
Die gefährlichste Form, eine akuten,
tiefen Beinvenenthrombose, tritt in etwa 2% der Fälle auf und endet leider
häufig tödlich!
Die Lungenembolie entsteht durch die
Ablösung eines Teils des frischen Thrombus (Blutpfropfs). Das Thrombus wird
über immer breiter werdende Venen bis zum Herzen geführt und schließlich mit
großen Druck aus dem Herzen in die Lungen (Lungenarterien) befördert. Der akute
Verschluss der Lungenarterie kann ein sofortiges Sauerstoffdefizit und als
Konsequenz innerhalb weniger Minuten den Tod verursachen. Es sei denn, es
gelingt die schnelle Rettungsaktion
eines Notarztes. Etwa 25.000 Menschen in
der Bundesrepublik sterben jährlich an Lungenembolie – mehr als nach schweren
Verkehrsunfällen.
Ursachen
der Thrombose (aus
pathologischer Sicht, nach Virchow):
Risikofaktoren (Disponierende Faktoren):
Anzeichen
einer Thrombose:
Am häufigsten tritt sie in den tiefen
Beinvenen auf und zeigt dort die folgenden Symptome:
Diagnose:
wird
durch apparative Untersuchungen gesichert:
Verlauf:
Eine tiefe Beinvenenthrombose, wenn
sie nicht mit einer Lungenembolie endet, verursacht ein Strömungshindernis in
den Venen. Es werden Venenklappen zerstört und damit der Venendruck erhöht. Es
entstehen Stauungen die wiederum zu Varizenbildung
führen. Aufgrund der gestörten Gewebsdrainage und veränderten
Ernährungsbedingungen der Haut bilden sich Nekrosen, Unterschenkel-verschwielungen
und, als weitere Konsequenz, Geschwüre.
Therapie:
Nach Diagnosestellung wird der Patient
auf der Intensivstation behandelt – es wird dafür gesorgt, dass das Blut
„flüssiger“ wird. Dies wird mit hohen Dosen des Medikamentes „Heparin“ erreicht.
Heparin:
Das beste Mittel zur Verdünnung des
Blutes (Hirudin) bildet in seinem Speichel der weit
verbreitete Blutegel (Hirudo officinalis). Aus dem Schweinedarm wird ein chemisch
verwandtes Medikament, das Heparin, gewonnen. Die
Wirkung von Heparin auf die Gerinnung des Blutes ist
desto besser, je sauberer die Fraktionierung des Stoffes ist. Das so
hergestellte niedermolekuläre Heparin
wird nicht nur zur Therapie sondern vor allem zur Prophylaxe verwendet.
Thromboseprophylaxe:
-
aktiv: wird als Übungen der sog. „Wadenpumpe“
durchgeführt. Das heißt, die Bewegung der Wadenmuskulatur führt zur Beförderung
der in der Wade aufgestauten Blutmenge.
-
passiv: sowohl durch Antiembolie-strümpfe (mäßige Kompression) als auch
durch die tägliche Injektion des Heparin-präparates
(einmalig oder mehrmals täglich).
Bedenken
Sie also folgendes:
1. die tägliche
Heparinspritze wird am besten stets zur gleichen Zeit
abends gegeben (in der
Zeit der eingeschränkten Aktivität) – die Technik der Injektion werden wir
Ihnen gerne persönlich zeigen;
2. Übungen der Wadenmuskulatur sollten mehrmals täglich gemacht werden
– Anspannung der Großzehe (Wackeln in den Schuhen mit den Zehen), Anheben des
Beines (Achtertour).
3. Jegliche
Probleme wie Schmerzen in der Wade und/oder Atemnot nehmen Sie bitte äußerst ernst - konsultieren Sie umgehend Ihren Arzt
oder nehmen Sie Kontakt auf mit dem ärztlichen Notdienst (Tel. bundesweit:
1 92 92)
oder auch dem Notarzt.
Chirurgische Praxis
Roman Krużycki, Chirurg, Durchgangarzt,
Chirotherapie, Sportmedizin
58256 Ennepetal,
Königsberger Str. 66
www.praxis-kruzycki.de
Tel. 02333 - 75856
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